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27PPS20

Schwierige Kinder – eine Herausforderung, denn nichts ist ohne Kontext

Schwierige Kinder – eine Herausforderung, denn nichts ist ohne Kontext
Im Alltag wird das pädagogische Personal oftmals mit Kindern konfrontiert, die es herausfordern. Tagtäglich sind wir vielerlei Verhalten ausgesetzt: unserem eigenen, das je nach Befindlichkeit schwanken kann, dem von Kindern, Eltern und Kollegen, welche ebenfalls Befindlichkeiten zeigen. „Schwierige“ Kinder oder Eltern gehören zum Gruppenalltag und fordern uns heraus.
Was wir als „schwierig“ empfinden, hängt viel von der eigenen Persönlichkeit und unserer biografischen Geschichte ab. Die meisten Menschen haben Schwierigkeiten, mit aggressiven Auffälligkeiten umzugehen und einen angemessenen Umgang damit zu finden. Kindliche Aggression ist erstmal (wie alle anderen möglichen Auffälligkeiten) eine vom Kind gelernte Lösung und braucht ganz besonders kompetenten, professionellen Umgang. Kinder müssen und dürfen lernen, dass wertvolle Beziehungen keine Niveaulosigkeit dulden. Wenn es gelingt, unterschiedliches Verhalten als „normal“ zu bewerten und den individuellen Umgang mit den Bedürfnissen der Kinder auch auf dieser Ebene als pädagogische Herausforderung anzunehmen, kann auf beiden Seiten Wachstum und Weiterentwicklung stattfinden. Alle am Dialog Beteiligten brauchen Ideen, Lösungen und ein Gefühl von grundsätzlicher Akzeptanz für das augenblickliche „So-Sein“. Deshalb ist es zuerst immer Beziehungsarbeit, auffälligen Kindern angemessen und authentisch begegnen zu können.
So werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer anhand von eigenen Praxisbeispielen dazu befähigt,
zu erkennen, dass Verhalten von verschiedenen Menschen abhängig von deren innerer Haltung und persönlichen Erfahrungen unterschiedlich bewertet wird,
der Beziehungsarbeit und der persönlichen Begegnung mit auffälligen Kindern viel Bedeutung beizumessen und eine hochprofessionelle Haltung zu erwerben,
ihren ganz persönlichen Kommunikationsstil zu erkennen, an der eigenen Authentizität zu arbeiten und im Einklang mit eigenen Wertehaltungen zu agieren,
hilfreiche Rahmenbedingungen zu schaffen und Kindern mit klaren Aussagen und hoher Verlässlichkeit zu begegnen,
durch persönliche Erfahrungsberichte und gemeinsame Reflexion ungewohnte Lösungen zu finden,
den familiären Kontext zu beachten und die Eltern ohne Wertungen einzubeziehen und
im Rahmen der täglichen Arbeit in der Einrichtung den Kindern andere Beziehungsangebote zu machen und resilienzorientiert zu arbeiten.

Eine Weiterentwicklung passiert immer auf beiden Seiten: Der Erwachsene muss Verantwortung übernehmen und sein Verhalten sowie seine pädagogische Haltung ändern, damit das Kind sich anders verhalten kann.

Termin: nach Vereinbarung, ein-oder zweitägig

Die Fortbildungen für pädagogisches Personal für Kindertageseinrichtungen werden durch den Freistaat Bayern mit Haushaltsmitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales gefördert.


Kursnr.: 27IN10

Beginn: , , Uhr  

Ende: , , Uhr  

Dauer: 0

Kursort: nach Vereinbarung

Gebühr: 0,00 €

Dozent: Petra Obernhuber ,

Bitte mitbringen: --

Informationen zur Gebühr:
0,00 € nach Vereinbarung
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